Ausverkaufte Neujahrskonzerte und begeistertes Publikum

Wieder verwandelte sich die Rhader Sporthalle in eine Konzertarena. Die Bühne steht, der Vorhang hängt, Licht & Ton ist eingestellt und abgemischt. Hinter den Kulissen kribbelt es in den Fingern der über 100 Musikerinnen und Musiker. Alle sind voller Vorfreude, man kann die Luft regelrecht britzeln hören.

Einmaliger Empfang

„3, 2, 1!“ – das gemeinsame Herunterzählen des Countdowns hat schon bald Tradition. Und dann gingen endlich wieder die Tore auf und die ersten Gäste strömten unter tosendem Applaus der Musikerinnen und Musiker in den Konzertsaal. Das hat es so noch nie gegeben.

Konzertbeginn Jugendorchester

Mit dem Musikstück „Fanfare for a Common Man” eröffnete das Jugendorchester mit circa 35 Talenten imposant das Neujahrskonzert 2023. Emotionen pur beim Stück „Highland Cathedral“ – eigentlich ein bekanntes Arrangement, doch die Jugendlichen haben sich hier etwas einmaliges ausgedacht: Eine eigene Hymne selbst gedichtet auf der bekannten Melodie, gesungen von Jörg Pelzer. Respekt an die jungen Musikerinnen und Musiker für so einen Konzertauftakt.

Hauptorchester

Das Hauptorchester mit über 80 Musikerinnen und Musikern begann ihren Teil mit dem „Marcha de Libertad“. Ein Konzertmarsch, der dafür steht, mehr Frieden und Freiheit für alle Menschen auf der Welt zu etablieren. Der „Second Waltz“ von Shostakowitsch ließ die Gäste bereits zu Beginn zu Standing Ovations und ausgelassenem Jubel hinreißen.
Bekannt aus dem Film „Ghost – Nachricht von Sam“ spielte das Hauptorchester unter der Leitung von Christoph Weigel nun die „Unchained Melody“. Gänsehaut-Garantie mitinbegriffen, denn: Solist Jannis Grömping ließ kein Auge trocken. Mit seinen gefühlvollen Klängen erreichte er jeden einzelnen Gast, ob jung oder alt: Hier blieb niemand unberührt von diesem emotional aufgeladenen Stück.
Beeindruckend war auch das Zusammenspiel der Solisten Sören Loos und Ingo Hinzmann an der Posaune bei „Maxglaner Reloaded“. Ein schnelles, anspruchsvolles Musikstück, welches durch seine vielen Läufe und schnellem Tempo gar nicht leicht umzusetzen ist.
„Children of Sanchez“ überzeugt mit dramatischen, nach Sehnsucht strebenden und rührenden Melodien. Auch hier konnten einige Solisten der Schützenkapelle Rhade ihr Können unter Beweis stellen: Jürgen Westhoff am Flügelhorn, Eva-Maria Bittner am Saxophon und Clara Askamp am Horn.

Geschüttelt – nicht gerührt!

Sind Sie bereit für die zweite Konzerthälfte? Die Schützenkapelle Rhade zog hier nun alle Register – im wahrsten Sinne des Wortes: Das Saxophon-Register brillierte bei „Sax, Wind & Funk“.
Anschließend verdunkelte sich der Saal, ein verschleierter Mond erschien auf der Leinwand hinter den Musikerinnen und Musikern, Westhoff – Anna Westhoff betritt die Bühne. Das kann nur ein Gesangsstück bedeuten und was für eins: Zur imposanten Filmmusik „Skyfall“ sang Anna oder vielmehr Adele Westhoff den Titelsong des bekannten James Bond Films. Belohnt wurde diese großartige Showeinlage mit tosendem Applaus und Standing Ovations, die nicht abreißen wollten.
Auch das Musikstück „A Tribute to Whitney Houston“ erreichte die Besucherinnen und Besucher der Neujahrskonzerte. Schwungvoll und emotional musizierte sich die Schützenkapelle mit Melodien von Houston in die Herzen der Gäste.
Zum großen Finale reiste man zurück in die 80er Jahre, nicht nur musikalisch, auch kleidungs- und frisurentechnisch ein absolutes Highlight. Vielen Musikern wuchs überraschend ein Vokuhila! Auch die ein oder andere Ballonseide mit kreischendem Muster kam zum Vorschein. Selbst Christoph Weigel schlüpfte schnell in eine blumige Weste!
Die 80er Jahre Party kann beginnen!

Unfassbar, welch ein musikalisches Feuerwerk die Schützenkapelle Rhade in diesem Jahr abgefeuert hat. Von gefühlvollen Balladen bis hin zur Party können die Musikerinnen und Musiker alles.

Emotional war aber nicht nur das Konzert, sondern auch die Verabschiedung von Claudia Soggeberg als Moderatorin der Neujahrskonzerte. Nach 15 Jahren möchte Claudia, unsere Koryphäe des rhetorischen Wortwitzes, wie Alexander Stroick sie betitelt, nun die Moderation abgeben. Danke Claudia für die vielen Jahre toller Arbeit!

Dank wurde nicht nur Claudia ausgesprochen, sondern auch unseren langjährigen Dirigenten Jörg Pelzer und Christoph Weigel. Beide sind seit Jahren aus Rhade und der Schützenkapelle nicht mehr wegzudenken. Deshalb blieb auch hier kaum ein Auge trocken, als Alexander sich bei ihnen für die geleistete Arbeit bedankte. Sie sind für immer Teil der großen Kapellen-Familie.

Zugaben

Ohne Zugaben geht natürlich gar nichts. Auch dieses Jahr forderten die Besucherinnen und Besucher lautstark Zugaben ein. Natürlich ließen sich es die Dirigenten und Musiker nicht nehmen – wie sonst auch – den traditionellen Radetzky Marsch zu spielen. Doch damit nicht genug! Das „neue“ Rhade-Lied und „Ti Amo“ verabschiedeten die Gäste mit neu geschaffenen Erinnerungen von diesem grandiosen Konzert.

Fazit

Ein Kraftakt der Schützenkapelle Rhade geht zuende: Ohne die Gemeinschaft, ohne den Zusammenhalt und ohne die Familie wäre so ein Konzert nicht möglich gewesen.

Alles Gute für das neue Jahr 2023. Auf dass noch viele solche großartigen Momente zu gemeinsamen Erinnerungen werden!